Siats Gedanken

Startseite » Dies und Das » Sinnige und unsinnige Sprüche I-Die perfekte Beziehung

Sinnige und unsinnige Sprüche I-Die perfekte Beziehung

Ich liebe ja Sprüche. Und sich sammle sie recht gern. Facebook ist da eine sehr dankbare Quelle, wobei da natürlich wieder so eine kleine Falle lauert bezüglich des Urheberrechtes *seufz*
Nun ja…

Es gibt Sprüche, die finde ich toll. Sie bringen auf eine sehr positive Weise etwas in mir zum Klingen oder finden eben auf eine andere Weise meine Zustimmung, z.B. weil sie einfach meine Erfahrung wiederspiegeln.
Über andere kann ich da wiederum nur meinen Kopf schütteln…
Einer dieser Sprüche, der mir momentan etwas quer kommt, hat den Titel: „Die perfekte Beziehung“ und hat dann den Inhalt:

  • Reden wie die besten Freunde
  • Herumalbern wie kleine Kinder
  • Zusammenhalten wie ein Ehepaar
  • Sich gegenseitig beschützen wie Geschwister

Nun, sicherlich ist vielleicht auch die Frage, auf was für eine Art der Beziehung sich dies beziehen soll… Aber wirklich besser macht es mein Magengrummeln dabei nicht.
Vielleicht liegt es auch an der „Zuschreibung“ bestimmter „Wesenszüge“ zu unterschiedlichen Kategorien von Beziehungen, die dann (zusammen gematscht) „die“ perfekte Beziehung (TM) ergeben (sollen).

DIE perfekte Beziehung (TM) ?!
Sorry.-Aber die gibt es nicht. Zumindest nicht in einer allgemein gültigen Form!
Was eine „perfekte Beziehung“ ist (oder was sie denn wohl sein mag), darüber streiten sich vermutlich die Geister. Soviele Menschen wie es auf dieser Erde gibt, so unterschiedlich werden wohl auch die Meinungen sein.
Die Frage ist wohl viel eher, was jede_r für sich unter „perfekt“ verstehen und leben möchte.
Und interessant wird dann auch die Frage,  was es dann mit uns macht, wenn wir feststellen, das unsere Definition von „perfekt“ nicht dem entspricht, was vielleicht ein anderer für sich als „perfekt“ definiert? Wie gehen wir dann mit unserem Gegenüber um?
Leider ist es wohl in den meisten Fällen so, dass wir dazu tendieren die andere „Form“ der „Perfektion“ als minderwertiger zu erachten. Oder im umgekehrten Fall: Die andere Form auf einen Sockel zu heben und diesem nachzueifern, ohne überhaupt zu hinterfragen, ob das TATSÄCHLICH dem entspricht, was uns gut tut.

Meine Definition?
Ich gehe hier ganz expliziet von einer Partnerschaft aus.

Würde man mich fragen, ob ich in einer „perfekten Beziehung“ lebe, würde ich wohl antworten: „Für mein Empfinden, ja.“
Sicher. Wir haben beide unsere Macken und natürlich haben  wir auch hier und da Reibereien, die halt (meiner Meinung nach) einfach zu einer gesunden und lebendigen Beziehung dazu gehören.
Was sie (für mich) perfekt macht, ist aber keines der oben genannten Dinge.
Sie ist perfekt, weil wir nicht einfach nur zusammenhalten, nicht, weil ich mit ihm herumalbern, reden kann oder wir uns beschützen, sondern weil er mich achtet und respektiert in dem wer und was ich bin, was mein Wege für mich bereit halten (mag) und er mir jede Art der Unterstützung gewährt, zu der er in der Lage ist.
Sie ist perfekt, weil ich nicht nur glaube sondern weiss, dass er jeder Zeit für mich da ist und mir jeder Zeit seine Hand reicht.
Wir lernen mit und an einander jeden Tag, jede Stunde, unterstützen uns in unserem Weiterkommen. In jeglicherlei Hinsicht, soweit es in unseren Kräften steht.
Wir gehen aufeinander ein, verstehen uns z.T. einfach auch, ohne dass viele Worte nötig wären…
Und ja, auch unsere Kabbeleien, und Streitereien machen sie perfekt.

Doch über alles… Ist es unsere Liebe, die nicht nur unsere Herzen, sondern (seit ewigen Zeiten) auch unsere Seelen verbindet, unser Verständnis für einander, das tiefer geht als alles, was ich bisher erlebt habe und die Verbundenheit unserer Seelen, die jenseits der Beschreibungsfähigkeit liegt…

Harmonie in einer Beziehung ist ja ganz nett… Aber es ist nicht alles. Was nützt schließlich ein Schiff, das zwar bei schönem Wetter und bei ruhiger See was taucht, aber schon bei der ersten steifen Brise das trudeln und kentern beginnt?
Für mich erreicht eine Beziehung dann die „Perfektion“, wenn sie in der Lage ist jedem Sturm, jedem Tosen die Stirn zu bieten. Mein Opa hatte das Sprichwort: „Ein wahrer Freund zeigt sich in der Not.“
Ich denke, dass gilt nicht nur in puncto Freundschaft, sondern insbesonders auch für eine Partnerschaft. Ein Partner oder ein Ehemann, der sich in der Not von mir abwendet, der mich fallen lässt, mir seine Hilfe und Unterstützung versagt, mich vielleicht noch „verspottet“ oder mir zusätzlich noch eine reinwürgt… der hat an meiner Seite nix verloren. Es mag „brutal“ und „gemein“ klingen… Aber da bin ich (mittlerweile und auch dank der Unterstützung meines Sterns (!) ) ziemlich unflauschig.
Mein Stern und ich haben da schon etliches zusammen durchgemacht… Und ich bin dankbar und froh darüber, dass ich ihn in vielen harten und schweren Stunden an meiner Seite hatte. In Stunden, in denen kein anderer für mich da war.
Ich glaube, ohne ihn und seine Unterstützung hätte ich diesen Punkt, wo ich heute stehe nie (oder zumindest nicht so schnell) erreicht.

Und so… Ja. ich lebe (in) eine(r) Beziehung, die perfekt ist, soweit sie (nach meinem Verständnis) perfekt sein kann.
Aus dem Blickwinkel einer anderen Person mit anderen Vorstellungen mag dies vielleicht anders aussehen. -Wer weiss dies schon.

Ich empfinde jedenfalls eine sehr, sehr tiefe Dankbarkeit dafür, dass ich meinen Stern an meiner Seite habe und dass ich dies so schreiben kann.
Es kann für mich kaum ein schöneres Geschenk geben.

Ich liebe Dich, mein Stern.
🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: