Siats Gedanken

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Kampf ums Wasser

Das es um (Trink)Wasser früher oder später Kriege geben wird, mag vermutlich eine Frage der Zeit sein.
Z.T. bewaffnete Konflkte gibt es ja schon bereits im Nahenosten im Bereich von Euphrat und Tigris:

Wassernutzung des Tigris-und Euphratswassers

Quelle:
Österreichisches Bundesheer http://www.bmlv.gv.at/omz

Infos zu den schwelenden Konflikten finden sich im Net genügend, wie z.B.  bei der Studiengesellschaft für Friedensforschung, Focus.de oder der Spiegel.
Und dieser wird mit reichlicher Sicherheit nicht der Einzige sein und bleiben, denn Weltweit nehmen die Wasserkrisen immer größere Ausmaße an.

Fatal, wenn von der Verknappung des Wassers dann nicht nur die Kriegsindustrie ´nen „Reibach“ draus macht (oder machen wird), sondern durch Regierungen die Basis dafür geschaffen wird, Wasser zu privatisieren und damit Verbrecher-Firmen wie Nestlé, Violia (oderen deren Tochterfirmen) oder anderen Konzernen  die Möglichkeit geben, sich eine Goldene Nase zu verdienen.

Dies geschieht bereits in sehr großem Stil in allen Ländern, in denen das Wasser privatisiert wurde. In Manila zum Beispiel (siehe untenstehende Videos).

Dank des Europäischen Parlaments wird die Privatisierung auch in den europäischen Ländern immer weiter voran getrieben.
Portugal, Griechenland… Ebenso seit langem in Frankreich, wobei dort viele Städte offenbar bereits wieder das Wasser in öffentliche Hand zurück bringen.

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass, entgegen der Beteuerung des EU-Kommissars M. Barniers das alles  „zum Wohl des Verbrauchers“ geschehe, auf der einen Seite die Wasserqualität erheblich gesunken ist (bis zur völligen Ungenießbarkeit des Leitungswassers) auf der anderen Seite aber die Kosten für die Verbraucher um ein Vielfaches gestiegen sind (in Portugal über 400% !) .

Die Europäische Bürgerinitiative „Right 2 Water“ sammelte bereits über 1,3 Mio. Unterschriften in allen Europäischen Staaten, wobei die Mehrzahl leider nur aus fünf europäischen Ländern stammen:Österreich, Belgien, Deutschland, Slovenien und die Slowakei.
Trotz der (bisher) erreichten Anzahl der Unterschriften könnte es sein, dass es sich um vergebliche Liebesmüh´ handelt.
Warum? – Weil die figgelin´schen EU-Parlamentarier schon dafür gesorgt haben, dass Bürgerinitiativen zwar gestartet werden können, aber ihr Erfolg von vornherein so gut wie unmöglich ist:

Zitat:
Auf der Website der EU-Kommission können die jeweiligen Initiativen registriert werden. Ein Bürgerausschuss muss aus mindestens sieben EU-Bürgern bestehen, deren Wohnsitz in mindestens sieben verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten liegen soll. Erst dann kann ein entsprechender Antrag gestellt werden. Innerhalb von zwölf Monaten muss der Ausschuss die notwendigen Unterstützungsbekundungen erhalten – die Initiative kann jeder unterstützen, der in seinem eigenen Land als wahlberechtigt gilt. So bedarf es mindestens einer Million Unterschriften aus mindestens insgesamt sieben Mitgliedsländern. Die entsprechende Zahl der Unterstützungsbekundungen muss zudem von einer zuständigen Behörde des jeweiligen Mitgliedsstaates bestätigt werden.

– Quelle: Deutsche Wirtschaftsnachrichten-EU-Bürgerinitiativen: Nur bei Übereinstimmung mit „europäischen Werten“ zulässig (Hervorbungen von mir)

Es wurde also nichts weiter als ein Schein-Mitbestimmungsrecht eingeräumt, von denen sich die Parlamentarier in der EU von vornherein klar waren, das die Chancen, das eine gestartete Petition so gut wie keinen Erfolg hat.
Warum sollte auch der schnöde Pöbel, den das europäische Volk darstellt, ein Mitspracherecht haben? Vor allen bei so wichtigen Themen wie genmanipulierte Lebensmittel, Wasserversorgorgung, Grund-und Menschenrechte, von denen sie ja eh keine Ahnung, sondern einfach  nur Meinungen haben? Und dabei das „Große Ganze“ überhaupt nicht mit ihrem kleinen Verstand ermessen können!

Soviel zum Thema Demokratie…
Wie dem auch sei. Jedenfalls scheint derzeit auch diese Petition an der Brüssler Bürokratie zu scheitern, die sich eben darauf berufen, dass die Mehrzahl der Unterschriften ja „nur“ aus fünf Mitgliedsstaaten stammen. – Hurra!

Doch noch läuft die Petition, die übrigens HIER  unterschrieben werden kann!, bis zum 1.11.2013. Es ist daher durchaus noch möglich, dass die Bürgerinitiative das Ruder noch rumreißt.
Also wer von Euch, liebe Leser und Leserinnen noch nicht unterschrieben hat, tut es bitte! Und gebt die Petition an so viele Menschen weiter, wie es Euch möglich ist. Vielleicht habt Ihr auch Bekannte, Freunde und/oder Verwandte in anderen europäischen Ländern, die diese Petition noch nicht kennen. Jede Unterschrift ist wichtig!

Geld und Macht…
Das sind schon immer Dinge die so sehr verlocken, dass Grundrechte mit Füßen getreten werden und der Willen des Volkes nur zu gerne ignoriert wird. Hinzukommt, dass Konzern-Chefs wie Peter Brabeck (Nestlé) , ja der Meinung sind, dass der Zugang zu Wasser eben kein Recht ist, dass in öffentliche Hand (und damit für jeder Mann und Frau frei verfügbar macht!) gehört:

Das er (und seine „Kollegen“) das so sehen, ist ganz klar, letztlich gehts um einen Markt, der rieseige Gewinne bringt und die eigene Hosentaschen füllt.- Ah, aber nein. Ich versteh es falsch. 😉 Es ist natürlich purer Altruismus und die Sorge um die (zukünftige) Wasserversorgung aller Menschen, um die es eigentlich aus lauter Nächstenliebe geht.
Dann frage ich mich aber, warum sich die Qualität des Trinkwasserversorgung in den Ländern, in denen das Wasser bereits in privater Hand ist, in diesem unsäglichen Maß verschlechtert hat UND sich dazu noch die Kosten vervierfacht haben!
Von reinem Zufall kann man da sicherlich nicht mehr sprechen.-Vor allen Dingen, weil sich mit reinem (=gefilterten) Wasser dann natürlich noch zusätzlich so richtig Geld verdienen lässt.

Ein Nein zur Privatisierung des Wassers ist meiner Meinung nach völlig unerlässlich und wir müssen uns gegen die Versuche solcher Konzerne (und Politiker, die ja schließlich den Versprechungen (oft wider besseren Wissens!) auf den Leim gehen, bzw. schlichtweg die Augen verschließen) zur Wehr setzen.
Länder wie Manila oder Portugal und Frankreich, also auch in europäischen Ländern (!), sollten „unseren“ Parlamentariern eigentlich Warnung genug sein, um der Privatisierung von Wasser einen Riegel vorzuschieben, statt ihr den Weg zu ebnen.
Es ist erschreckend und irgendwie faszinierend zu gleich, wie die Gier nach Geld und Macht den gesunden Menschenverstand auszuschalten vermag.

Und leider müssen wohl manche Erfahrungen erst selbst gemacht werden, bevor man sagen kann: „Nein.-So machen wir´s nie wieder!“

LG
Siat

Für weitere Infos noch ein paar Videos (und weitere lassen sich leicht finden):

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