Siats Gedanken

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Jahresende

Seit meinem letzten Eintrag sind jetzt etliche Monate vergangen und es hat sich eine ganz schöne Menge getan.
Sei es in meinem Umfeld, sei es in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Obwohl… In der Politik geht es immernoch um die selben Klüngeleien wie sonst auch, auch wenn sich dabei die Thematiken immer wieder ändern.

In unserer Tageszeitung stand am WE, dass das Wort des Jahres „Finanzkrise“ gekürt wurde.
Jeden Tag steht aufs neue etwas zu dem Thema in der Zeitung.
Das die Konjunkturpakete nicht greifen (wie in den USA).
Das unser Staat jetzt auf einmal doch wieder ein neues Konjunkturpaket II auf den Weg bringen möchte, mit dem vor allen Dingen die Infrastruktur, Bildung usw. wieder auf Damm gebracht werden und das die Kojunktur nun endlich wieder ankurbeln soll.

Das (fast) ALLEN Bürgern das Geld weiterhin in der Tasche fehlt, weil es von der Inflation aufgefressen wird, um ihren Teil zur Konjunktur-Ankurbelung zu leisten, wird weiterhin geflissentlich ignoriert.

Ach nein-Ich glaube, ich sollte eher sagen:
Die Themen werden für den richtigen Augenblick aufgespart: Die „große Wahl“ 2009.

Und nicht zu vergessen, dass ja erst mal abgewartet werden muss, was der „Heiland“ Obama, für Ansagen macht, damit Frau Bundeskanzlerin nicht zu sehr selbst denken muss, sondern die Verantwortung wieder auf die Schultern eines anderen legen kann, der ihr sagt, wo und wie es lang geht.-An dem sie sich orientieren kann.

Nicht das Ihr mich falsch versteht.
Ich habe große Achtung, soweit ich es für einen mir „unbekannten“ Menschen haben kann, für Barack Obama, der als erster Schwarzer in das Weiße Haus einzieht.-Und sich damit auch Erwartungen, Hoffnungen und Wünschen stellt, die auf ihn projiziert werden und die er vielleicht gar nicht zu erfüllen in der Lage sein wird.
Sei es aus dem eigenen Land, sei es… von unseren deutschen Politikern, die ebenfalls daraus einen Kult machen.-Zumindest einige.

Verstehen kann ich den Hype, der um ihn gemacht wird, trotzdem nicht wirklich.
Für gefährlich halte ich eher die Erwartungshaltung unserer Politiker, die sich dem Glauben und der Hoffnung hingeben, das mit Obama DER riesige Kurswechsel stattfinden wird.
Der alles sofort rückgängig machen und ändern wird, was der scheidende Präsident Bush Junior in den Sand gesetzt und verbockt hat.
Wird Obama das überhaupt können?-Vielleicht bis zu einem gewissen Grad.
Aber den Schaden, den Busch jr. angerichtet hat, wird er so schnell sicherlich nicht wieder ausbügeln können. Vorausgesetzt, er ist in der Lage und Willens, diese Schäden auch anzuerkennen.

Schlussendlich liegt ja auch immer alles im Auge des Betrachters und in den Werte- und Moralvorstellungen, die jemand für sich hat. Oder die zumindest die Politiker versuchen für ein Land als verbindlich gelten zu lassen.

Harren wir also mal der Dinge, die da kommen werden.

Und die Finanzkrise, die nach Aussage unserer Politiker Deutschland ja NIIEEE hätte treffen sollen…
Persönlich denke ich, dass auch das süße Konjunkturpäkchen II verpuffen wird, weil aus falscher Stimmen-Geilheit Maßnahmen verweigert werden, die JETZT notwendig und wichtig wären, und nicht erst irgendwann in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten, nur damit eine Partei, die eh nur noch tut, was Lobbyisten ihnen vorgeben und sich dann auch noch hinstellt und behauptet, es sei der Wille des Deutschen Volkes, die Wahl 2009 gewinnt.

Ich höre dann immer wieder:
„Nicht rummeckern! Selbst aktiv werden und in die Politik gehen!“
Ganz ehrlich?-Wäre ich abgebrühter, verschlagener und vor allen Dingen in anderen Dingen auch stabiler, tät ich es mir tatsächlich überlegen.
Vor allen Dingen, weil mich auf der anderen Seite auch ernstlich interessieren würde, ob ich auch so abgehoben und völlig Bürger-und Realitätsfremd werden würde, wie andere auch.
Aber offen gestanden, aus drei Gründen tu ich es nicht:
1. Ich kriege das blanke Reihern, wenn ich an die ganzen Intrigenspinnereien denke. Ich kann soetwas auf den Tod nicht ausstehen. Meine Nerven sind mir desweiteren schlicht zu schade dafür.
2. Ich weiss, wo meine Grenzen liegen und dass ich schlicht nicht qualifiziert genug für so einen Job wäre. Kein zwingendes Hindernis, ich weiss :-D.
Für mich allerdings schon. Wenn ich etwas mache, dann richtig. Ich habe und höre auf mein Gewissen, und das spielt bei solchen Dingen einfach nicht mit. Mag komisch klingen, aber für mich ist das wesentlich.
Ich mein, wenn man eine Herzoperation hat, dann möchte man ja auch von dem entsprechenden Facharzt und nicht von einem Krankenpfleger-Azubi operiert werden, oder?
Klar ist alles möglich und auch vieles machbar. Aber ich empfinde soetwas als höchst verantwortungslos.
3. Ich lass mir nicht gern vorschreiben, was ich zu denken, zu sagen und zu tun habe. Das entscheide ich selbst. Schlussendlich habe ich einen eigenen Verstand und wie gesagt, auch ein eigenes Gewissen. Und das kann und will ich nicht ausschalten.
Und mit meinem momentanen Prinzipien lebe ich sehr gut. Die würde ich nicht aufgeben wollen. Ich weiss nicht, ob man das irgendwann automatisch tut… Weil… Macht korrumpiert?
Gibt ja in der Politik mittlerweile genügend Menschen, die in der Hinsicht ein tolles Beispiel geben würden.

Nun für mich persönlich ist das Fazit:
Nein. Ich würde definitiv nicht selbst in die Politik gehen. Weder bin ich abgebrüht genug, noch wäre ich wohl qualifiziert genug.
Hinzukommt, das ich bis zu einem gewissen grad so bleiben möchte, wie ich bin.
Ich weiss zwar nicht 100%ig, ob ich mich verändern würde… Aber ich kann es mir durchaus vorstellen. Und zwar nicht unbedingt hin zu einem Menschen, der ich tatsächlich sein möchte.

Trotzdem hat jeder Mensch auch das Recht, nicht zufrieden mit der Regierung zu sein, die eigentlich die Bürger in einem Staat vertreten sollen und nicht nur eine bestimmte Schicht oder die Interessen einiger Lobbies.

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